Die Regenwurm-Reha

Entstanden ist diese Regenwurm-Reha durch ein Gespräch von Daniel und Anja. Man unterhielt sich und irgendwann kam man auf die Würmer, die ja auch MS haben könnten. HILFE!!!!!!!! Die armen kleinen Dinger können ja kaum Hilfe bekommen. Was sollen wir machen. Daniel hat dann den Vorschlag gemacht, das er doch auch Rollstühle für Regenwürmer erfinden könnte. Es wurde viel gelacht und irgendwie ging diese Regenwurm-Reha nicht mehr aus den Köpfen..............

Nun könnt ihr es hier nachlesen. Leider haben wir nun ein Problem, es gibt Personen, die noch nicht benannt sind. Deshalb nun zu Euch.......

Wir bitten um Eure Bewerbungen und Vorschläge. Diskutiert im Forum im Chat oder auf der Facebook Seite...... Daniel wird sich dann die passenden Namen heraus suchen.............

Hier die Geschichte, die über die Zeit weiter geschrieben wird........

Die Regenwurm-Reha

Eine Geschichte für die Homepage. Die Idee kommt von Daniel Kwaschnik und Anja Spille. Namengebung durch Daniel Kwaschnik, Autor: Anja Spille Gelegentlich wird die Geschichte erweitert. Also reingucken lohnt sich........

 

Die Diagnose

Regenwurm ----------------- lag in seinem Krankenhaus-Bett. Wiedereinmal musste er auf die Visite warten. Warum er nun seinen Regenwurmkranz nummer neun nicht bewegen kann ist ihm immernoch unklar. Die Untersuchungen der Ärzte findet er ja überhaupt schrecklich. Gleich werden sie wieder kommen mit ihrem Reflexhammer und ihm die einzelnen Ringe abkopfen. In diesem Moment klopft es auch schon. Die Tür geht auf und die wunderschöne Ärztin,  steht an seinem Bett. Bei dem Anblick muss er glatt dahin schmelzen. Von ihr lässt er sich gerne untersuchen. Frau Dr. --------------, Neurologin mit dem Fachgebiet Neurowurmologie, steht vor ihm.

"Wie geht es uns heute?" Ihre Worte klingen in seinen Ohren, wie Musik. Uns, hat sie uns gesagt? Oh, wie schön. Stotternd bringt er nur heraus: "M-m-m-ir g-g-geht es g-g-gut." Frau Dr. ----------- lächelt ihn an. "Also, wenn es all meinen Patienten so gut geht, wie sie immer behaupten, dann wäre das Krankenhaus leer." Stimmt, er hätte vielleicht besser sagen sollen, das er seinen Regenwurmkranz neun immernoch nicht bewegen kann. Das ihn das am kriechen hindert und er bestimmt nicht den ganzen Tag im Bett liegen will. Aber das erübrichte sich nun. Frau Dr. ------------ sagte ihm, wärend sie ihn nochmals gründlich abklopfte. Sie werden morgen in die Regenwurm-Reha entlassen. Sie haben MS und vielleicht können sie so nochmal wieder das Kriechen lernen. Wir möchten sie nur ungern teilen, denn das würde die MS auch nicht aus den Körpern bringen, sondern höchstens Schmerzen verursachen.

Dazu muss man vielleicht sagen, das Regenwurm-MS noch nicht so erforscht ist, wie bei uns Menschen. Und da auch bei dem Menschen keine Heilung da ist, wie soll man das dann bei Regenwürmern wissen.

Armer---------------- nun muss er morgen in die Reha. Dort wird er Frau Dr. ------------------- nicht mehr sehen. Die Regenwurmtränen kullern an seinem Körper entlang. Wenn er doch nur diesen blöden neunten Ring bewegen könnte, dann würde er vielleicht hier bleiben können. Sie brauchen nicht weinen, sagt Frau Dr. ------------------- dort gibt es ganz nette Ärzte und die werden versuchen ihnen zu helfen. Sie werden ihnen einen Rollstuhl anpassen und ihnen beibringen den zu nutzen. Oder wollen sie doch lieber geteilt werden?

Hat er das jetzt richtig verstanden? Rollstuhl oder Teilung? Nein, dann will er dieses neumoderne rollende Ding doch lieber als die Teilung. Sein Großvater wurde damals geteilt und da er sich nicht entscheiden konnte in welcher Hälfte er weiterleben wollte, verstarb er. Ne, das will -------------------- nicht. Gut, ich gehe morgen also in die Reha und werde dort versuchen mit dem neumodernen Ding zurecht zu kommen. Frage ist nur, wie soll er mit einem solchen Ding durch die Gänge kommen? Lohnt es sich mit so einem Ding zu leben? Egal, ein Versuch ist es Wert und der Reha-Doc der das Ding entwickelt hat, wird sich schon was dabei gedacht haben.

Die Aufnahme in der Reha

---------------- wurde mit einem Krankenwagen aus einer alten Streichholzschachtel in die Klinik gefahren. Schlapp lag sein Endstück nun auf dem Boden, wobei seine andere Körperhälfte auf dem Untersuchungsbett lag."Prof. Dr. Daniel wird sie noch gleich vermessen und untersuchen. Sie sollen schon morgen ihren neuen Rollstuhl testen können", sagt Oberarzt Dr. Sascha nett zu ihm. "Lassen sie ihre untere Hälfte entspannt vom Bett hängen", fügt er hinzu. -------------------- fragt sich ob der Dr. überhaupt weiß was er da sagt. Entspannt hängen lassen. Wie sollte er denn die untere Hälfte anspannen, wenn er den neunten Regenwurmkranz nicht bewegen kann. Blödman dieser Arzt. Dann muss er grinsen. Was passiert wohl, wenn er dem Arzt verschweigt, das er manchmal Streckspastiken bekommt, wenn man auf den Kranz klopft. Mit einem Schwung öffnet sich die Tür. Prof. Dr. Daniel steht vor der Untersuchungsliege. "Na, da haben wir ja einen ganz sportlichen Regenwurm", sagt er nett. Kurz unterhält er sich mit Dr. Sascha und wendet sich wieder --------------------- zu. "Also, sie haben MS und wollen einen Rolli! Was haben sie sich denn für Gedanken gemacht, kommen sie mit der MS klar?" ------------------------ fällt nur seine große Frage ein. "Wie soll ich mit dem Ding durch die Löcher kriechen?" "Oh, das ist nicht schwer!", sagt Dr. Sascha. Prof. Dr. Daniel fügt hinzu: "Warten sie erst mal ab, wir haben ein großes Behindertennetz für Regenwürmer gebaut, dort haben sie mehr Platz als andere Würmer und sie brauchen auch nicht mit so viel Gedränge rechnen." Irgendwie ist---------------- jetzt erleichtert. "Sie werden gleich noch der Psychologin vorgestellt. Frau -------------------- kann ihnen helfen die neue Situation besser zu verarbeiten. Ausserdem werden sie noch viele Therapeuten kennen lernen. Den Physiotherapeuten -------------- und die Schmerztherapeutin ------------------ lernen sie dann morgen kennen", teilt ihm Dr. Sascha mit.

Der Rollstuhl

------------------ liegt noch in den tiefsten Träumen. Er träumt von Frau Dr. ------------------- die ihm ja die Diagnose gab. Leider wird er mit einem guten Morgen aus dem Schlaf gerissen. Prof. Dr. Daniel steht an seinem Bett. "Ich habe die ganze Nacht an der Herstellung ihres Rollstuhles gesessen, ich hoffe er gefällt ihnen." Wie soll ihm dieses blöde Ding denn gefallen? Lieber würde er seinen blöden neunten Ring endlich bewegen können. "Darf ich ihnen hineinhelfen?", fragt Prof. Dr. Daniel ganz freundlich. ------------------ ist wütend, nicht nur, weil er aus dem schönen Traum gerissen wurde, auch weil er einen Rollstuhl niemals für schön ansehen wird. "Nein, ich bleibe liegen!", antwortet er stur. "Gut", wieder lächelt Prof. Dr. Daniel, "dann wird ihnen gleich Dr. Sascha helfen. Ich habe volles Verständnis, viele Patienten reagieren wie sie."

------------------ betrachtet das Ding. Nun muss man sich diesen Rollstuhl nicht wie einen menschlichen vorstellen. Vielleicht könnte man so den vorderen Teil beschreiben, nur das der Sitz eben andersherum gebaut ist. Dahinter folgt dann eine Halterung, die erst hoch und dann wieder hinab führt. Man könnte es auch als Welle sehen. Dort wird die Behinderte Seite hineingelegt. Bei dem alten, dem Schiebe-Modell, wird die behinderte Hälfte einfach zusammengerollt. Das wiederum hindert die Schnelligkeit des Rollis und man kann ihn nicht selbst lenken. Denn die Lenkung erfolgt durch die Bewegung nach links oder rechts des behinderten Teils. Der kleine E-Motor am Rolli dient lediglich des Antriebs.

Blau, mit neongelben Streifen. Blaue und gelbe Lichter in den Lenkrädern und die Antriebsräder sind auffallend Gelb. Die Sitzfläche ist Schwarz, ganz so wie sich ------------------- den gestern mit Prof. Dr. Daniel ausgesucht hat. Also mühe hat sich dieser Prof. wirklich gegeben.

Wieder geht die Tür auf und Dr. Sascha betritt das Zimmer. "So, dann will ich ihnen mal helfen, Anja, die Rollifrau kommt gleich. Sie wird ihnen solange, bis sie mit dem Rolli zurecht kommen behilflich sein. Aber ich schätze mal, das es nicht lange dauern wird."

Die erste Fahrt

Anja stellt sich ihm vor und schiebt ihn aus dem Zimmer. "Wir werden jetzt gleich in den Trainingsbereich kommen, dort werde ich sie dann mal allein fahren lassen. Ich komme mit, aber schieben werde ich nicht. Nur wenn sie absolut nicht weiter kommen, werde ich ihnen helfen. Der Antrieb hat drei Stufen. Ich bitte sie erst einmal in der ersten Stufe zu beginnen. Haben sie sich an die Lenkung gewöhnt, dürfen sie schneller werden. So, wir sind da, ich bleibe hinter ihnen, viel Spaß, sie haben eine halbe Stunde im Trainingsbereich."

------------------- startet langsam die Fahrt. So schwer ist es gar nicht und die Gänge sind hier wirklich groß und breit. Schnell versteht er auch die Lenkung und beginnt in die nächste Stufe zu schalten. "RUMS!!!!!!!!!!!!!" Anja fragt ihn sofort ob er sich weh getan hat. "Nein", sagt----------------, nur ich hoffe, das mein Rolli heile geblieben ist." "Nichts passiert, sie haben das neuste Model, nicht mal eine Schramme."

Leider endet die halbe Stunde schnell, aber morgen ist ja wieder Training......

 

Copyright by Anja Spille, 2012, Namennennung durch Daniel Kwaschnik, Idee: Daniel Kwaschnik und Anja Spille

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geschrieben und ausgedacht von A. Spille