Aus dem Internet

 

Wenn Daniel mal die Muse küsst...

 

Es liegt jetzt an Dir!

 

Waaaarum - warum ich?

Das ist die Frage, die du dir jeden Tag stellst,
auf die aber nie eine Antwort erhälst.

Du fühlst dich erschlagen von dieser Diagnose,

als dir der Neuro sagt: “Sie haben Multiple Sklerose!”

 

Waaaarum - warum ich?

 

Du hattest viele Pläne

für dein ganzes Leben.

Plötzlich wurde dir,

'nen Stoppschild in die Hände gegeben.

 

Refrain:

Jetzt liegt es an dir!

Was machst du daraus?

Erkundest du die Welt

oder bleibst du zu Haus?

 

Wenn du diese Krankheit hast,

merkst du's erst recht,

wer zu dir hält, in diesem Gefecht.

Die MS wird dich leider für immer begleiten,

in guten wie in schweren Zeiten.

 

Refrain:

Jetzt liegt es an dir!

Was machst du daraus?

Erkundest du die Welt

oder bleibst du zu Haus?

 

Ob Rolli oder Rollator

"oder auch keins von beiden",

deinen Weg in die Zukunft

kannst nur du allein entscheiden.

 

Denn Mitspracherecht

hast nämlich auch du -

wenn die MS spricht,

halt ihr die Klappe zu.

 

Refrain:

Jetzt liegt es an dir!

Was machst du daraus?

Erkundest du die Welt

oder bleibst du zu Haus?

 

Tausende Gesichter erwarten dich -

doch du willst sie nicht sehen,

da versteh ich dich!

 

Ich hab die Krankheit selbst

und versuch positiv zu denken.

Das ist der beste Weg,

um nicht in Selbstmitleid zu versinken.

 

Refrain:

Jetzt liegt es an dir!

Was machst du daraus?

 

Nimm dir die Welt

und bleib nicht zu Haus!

Denn es kann viel besseres geben,

als sich der Krankheit zu ergeben

 

Du hältst das Stoppschild in den Händen.

Dein Innerstes sagt dir: "Du sollst es wenden!"

Denn auf der anderen Seite steht geschrieben:

"Du sollst dein Leben weiter lieben!"

 

© by Daniel Kwaschnik

 

Idee & Text: Daniel Kwaschnik

Hilfe bekommen von meiner lieben Gruppe!

ICH DANKE EUCH!!!

 

Denn zusammen sind wir eins: "UNSCHLAGBAR!"

 

 

Tolle Texte, die im Internet gefunden wurden:

  

Hallo, ich bin die MS.

Mit vollem Namen heiße ich Multiple Sklerose. Aber die Abkürzung finde

ich cooler. Ist so ähnlich wie mit dem JR aus «Dallas»; ich bin ebenso

fies.Im Gegensatz zu dem Ölmulti habe ich sogar noch einen lateinischen

Titel: Enzephalomyelitis disseminata. Trotzdem: MS passt schon. Allgemein

wirft man mich in einen Topf mit den chronischen Krankheiten. Speziell

stolz bin ich darauf, dass gegen mich noch kein Kraut gewachsen ist. Weil

nämlich niemand weiß, woher ich wirklich komme und warum ich mir

gerade den Menschen aussuche, der mich dann ein Leben lang am Hals

hat. Natürlich arbeiten die Wissenschaftler mit Hochdruck um mir auf die

Schliche zu kommen.

Gegenwärtig reparieren sie allerdings nur mehr als notdürftig die Schäden,

die ich hinterlasse. Ich bin ein wahres Genie, weil ausgesprochen

wandlungsfähig und kreativ. Nicht umsonst nennt man mich auch «Die

Krankheit mit den tausend Gesichtern». Denn, ich plage den einen

heftiger, den andern fast gar nicht, entzünde Sehnerven, lasse stolpern

und wanken, führe zu Missgriffen, verwirre die Empfindungen, tanze mit

manchen den «Zitterfox», mache schlapp oder auch steif, lasse bleierne

Müdigkeit den Tag vermiesen, die Blase ein Eigenleben führen, vergälle

das Liebesleben und zische da und dort mit einem mörderischen Schmerz

durch die Glieder und Eingeweide. Je nach Lust und Laune mische ich

einen Symptom-Cocktail zusammen oder belasse es auch nur bei einer

Widrigkeit. Ich bin da sehr flexibel. Auch, was mein Bemerkbarmachen

angeht. Ich komme oft schubweise daher, wobei mir der

Überraschungseffekt ausgesprochen wichtig ist. Sehr gerne hinterlasse ich

dann einen neuen Schaden oder auch zwei oder verstärke bestehende.

Wenn ich ganz hinterhältig aufgelegt bin, stichele ich nur ein bisschen,

grad so viel, dass es meinem Wirt nicht auffällt, aber genügend, damit er

sich schleichend schlechter und schlechter fühlt. Und dann gibt es auch

noch wenige Menschen, die mich derart langweilen, dass ich sie nur

einmal heimsuche und danach nur mal so nebenbei vorbeischaue.

Ach, ihr wollt wissen, wie ich mein zerstörerisches Werk verrichte? Die

Wissenschaft glaubt, dass eine Virusinfektion im Kindes- oder

Jugendlichenalter eine Rolle für mein späteres Auftauchen spielen kann.

Lassen wir sie in dem Glauben.

Soviel sei verraten:Ich niste mich im Zentralnervensystem ein, befalle an

verschiedenen Stellen (daher multipel) im Gehirn, an den Sehnerven und

im Rückenmark die Schutzhüllen der Nervenfasern (das so genannte

Myelin). Das führt dort zu Entzündungsherden und zu Vernarbungen

(Sklerosen). Weil die Nervenfasern jetzt teilweise blank liegen oder

hässliche Narben haben, leiten sie schlecht.Das wiederum löst diese

unterschiedlichen Funktionsstörungen aus. Die Schutzhüllen können sich,

wenn überhaupt, nur teilweise regenerieren, darum bleiben oft die

Störungen erhalten. Und mit jedem Schub sorge ich dafür, dass der

Schaden etwas größer wird. Oder ich sehe zu, dass die Entzündung schon

gar nicht mehr nachlässt. Etwa zwanzig Prozent der Menschen, die ich

heimsuche, zwinge ich früher oder später in den Rollstuhl. Man wird mit

mir genau so alt wie ohne mich. Ansteckend? Gott bewahre! Dazu bin ich

viel zu exklusiv. Darum lasse ich mich auch nur sehr, sehr ungern

vererben. Grundsätzlich mag ich lieber Jüngere und mir liegen Frauen

mehr als Männer, darum befalle ich Frauen doppelt so oft. In jüngster Zeit

finde ich auch immer häufiger Gefallen an Jugendlichen und sogar

Kindern. Meine bevorzugte Heimat sind die gemäßigten Klimazonen;

ich mag es meistens eher kühl als warm. Speziell wohl fühle ich mich in

Skandinavien, wohingegen mir die Hitze des Südens absolut nicht behagt.

Auch Japan ist mir nicht sympathisch. Ach, es gibt so viel von mir zu

erzählen! Dauernd entdecke ich selbst neue Seiten an mir. Was Wunder,

kriegt man mich nicht zu fassen. Die Ärzte rücken mir neuerdings mit

Interferonen zu Leibe.

Schmeckt scheußlich! Drum lass ich mich bei den Menschen, die solches

Zeugs spritzen, weniger oft blicken. Oder lass mal das Piesacken ganz sein.

Aber wirklich sicher vor mir machen die Chemiekeulen auch nicht - kommt

ganz auf meine Tagesform an, welche ich ständig wechsele!

Copyright by Lilly Sulzbacher, Juli 2005
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Vervielfältigung und Weiterleitung des Artikels ausschliesslich mit Nennung der Autorin gestattet ist.

 

 

DANKE!

Ihr Lieben,

ich kann mir denken, das Ihr es nicht immer leicht mit mir habt,

mit meinen Gefühlsschwankungen, die Euch bestimmt oft verunsichern, aber es ist genauso wie für Euch, auch für mich, sehr schwer in die Zukunft zu blicken und manchmal die Angst davor abzustellen.

Mit meinen eventuellen Wutausbrüchen, diese gelten auch nicht Euch, nein sie gelten der MS. Es ist nicht leicht immer wieder zu merken, das einem irgendwo im Körper wieder mehr Kraft fehlt.

Mit meinen Tränen, die manchmal einfach herausplatzen, nicht weil ich zur Heulsuse mutiere, sondern, weil ich sie so oft hinterm Berg halte um niemandem zu zeigen, wie es in mir aussieht und dann wollen sie manchmal eben doch raus und das dann, wenn es vielleicht gar nicht passt.

Mit meinen Blicken, auch die sollen Euch nicht unbedingt treffen, aber manchmal denkt man einfach an andere Dinge, als die eigentliche Frage von Euch. Manchmal ist es aber auch so, das ich mir selbst über Eure Frage nicht schlüssig bin. Ich weiß dann eben nicht, ob es wirklich ratsam ist zu einer Party zuzusagen oder nicht. Ich will eben niemanden mit einer Absage enttäuschen.....

Ich weiß, so soll ich nicht denken, aber so denke ich, mit meinen Bitten, manchmal kann ich mir vorstellen, das es schon nervt, wenn ich wiedermal um Hilfe bitte, aber auch nur, weil es mich selbst nerven würde. Aber ich kann es nicht ändern, und das wisst Ihr......

Mit dem Ablehnen von Eurer Hilfe, ich weiß, Ihr meint es gut, aber ich will es allein schaffen, um so mehr ich allein kann, um so weniger muss ich Euch bitten, was mir, wie oben beschrieben oft schwer fällt.

Mit meinem Schweigen, auch das muss sehr schwer sein, aber ich kann Euch manchmal einfach nicht sagen, das es mir schon wieder schlecht geht, das ich schon wieder müde bin und am liebsten zu Hause wäre, ich will Euch nicht die Stimmung verderben.

Mit meinen Ängsten und Verzweiflungen, aber ich versuche jeden Tag ein wenig Selbständigkeit zu erhalten. Und sich immer wieder von irgendwelchen selbständigen Dingen zu verabschieden ist nicht einfach.

Mit meiner Unlust manchmal, wenn Ihr es gut meint und mit mir spazieren gehen wollt. Natürlich finde ich es schön, wenn Ihr mit mir durch die Gegend geht, ich was sehe, auch wenn ich nur im Rolli sitze, aber es ist auch so, das ich weiß, das dieser Spaziergang auch wieder enden wird und danach werde ich wieder meine vier Wände sehen, aus dem Fenster blicken können, auf dem Balkon sitzen können und mit den Nachbarn reden. Das macht manchmal eben auch traurig, wenn man weiß, das man danach nicht, so wie Ihr, wieder raus kann.

Zu guter letzt mit meinem schwarzen Humor, oft verzweifelt Ihr daran, wenn ihr Euch Sorgen macht und ich mache mich lustig über mich. Es ist meine Art damit umzugehen. Ich habe auch vorher gerne gelacht, zwar über alles mögliche aber nicht über Behinderungen, aber was spricht dagegen, wenn ich über meine Behinderungen lache? Es sind meine und wenn ich meine Späße darüber machen kann und alle lachen, weiß ich, das es doch etwas positives gibt. Ich sehe Euch nämlich genauso gerne lachen wie mich.

Auch wenn es manchmal nicht so aussehen mag, aber wenn es mir nicht gut geht und Ihr mir von Euren Erlebnissen am Tage erzählt, stelle ich mir es bildlich vor und lebe durch Eure Erzählungen mit Euch mit.

Ich muss ganz ehrlich sagen, oft höre ich von Euch, wie schwer ich es doch habe, wie schlecht es mir geht, aber so sehe ich es nicht. Ich bewundere Euch oft, denn Ihr habt es schwer mit mir klar zu kommen. Es ist gewiss nicht leicht, mir zu helfen, mir den Kopf zurecht zu rücken und mich manchmal aufzumuntern. Ich danke Euch dafür. Ihr hättet Euch normalerweise einen Orden verdient.

Das musste ich Euch einfach mal sagen.....

Copyright by Anja Spille, 2011
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